Wohnen: Eine soziale Frage und eine Frage der Demokratie

Etwa 60% der Oldenburgerinnen und Oldenburger wohnen zur Miete. Viele leiden unter steigenden Mietpreisen, und es ist keine Seltenheit mehr, dass 40% des Einkommens und mehr für das Wohnen ausgegeben werden müssen. Am 28. Juni hatte das Oldenburger Bündnis „Wohnen für alle“ zu einer Diskussionsveranstaltung in die Bauwerkhalle eingeladen, um die angespannte Lage am oldenburger Wohnungsmarkt zu diskutieren.

Ziel des Bündnisses, das von der Oldenburger Linken unterstützt wird ist es, wohnungspolitische Forderungen weiterzuentwickeln, die an die Kommunalpolitik und die Verwaltung der Stadt herangetragen werden. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum steht dabei im Mittelpunkt, Die Diskussionen auf dem Treffen zielten darauf ab, die politischen Vorderungen des Bündnisses an die Stadt weiterzuentwickeln. Zu der Veranstaltung waren mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger gekommen, um ihre eigenen Vorstellungen in die Diskussion einzubringen.

Die vielen Diskussionen und Gespräche ergaben, dass vor Ort viele konkrete Probleme auftauchen. So schilderte eine Teilnehmerin, dass sie seit mehr als einem Jahr nach einer bezahlbaren Wohnung für sich und ihre 12jährige Tochter sucht, weil die alte Wohnung zu kein geworden ist. Eine Rentnerin sagte, dass sie mittlerweile mehr als die Hälfte ihrer Rente für die Wohnung ausgeben muss. Viele Teinehmerinnen und Teilnehmer waren auch aus Solidarität, zu Menschen die sich zunehmend in Notlagen befinden, erschienen. Die Angst vor der Anmeldung von Eigenbedarf und damit verbundener Verdrängung ist unter Mietern verbreitet.

Kommentare sind abgeschaltet.