Wohnen: Eine soziale Frage und eine Frage der Demokratie

In verschiedenen Vorträgen wurde herausgestellt, dass die Entwicklungen am Wohnungsmarkt die soziale Spaltung der Gesellschaft vertieft. Während Menschen die zur Miete wohnen müssen einen immer höheren Anteil ihres Einkommens für das Wohnen aufbringen müssen, steigen zugleich die Einkünfte der Kapitaleigner. Dieser Zusammenhang trägt dazu bei, dass sich immer größere Vermögen in immer weniger Händen konzentrieren. Das ist auch in Oldenburg der Fall.

Aus den vielfältigen Diskussionen, auf der Gesamtversammlung und in kleineren Gruppen wurden außerdem die Vorschläge des Bündnisses diskutiert und weitere Vorschläge eingebracht. Eine zentrage Forderung war, dass die Stadt Oldenburg mit einer eigenen Gesellschaft Wohnungen baut, die ohne Gewinnabsichten vermietet werden. Mittlerweile gibt es auch eine Entsprechende Beschlusslage des Oldenburger Stadtrates. Sollte das städtische Bauland nicht ausreichen, müsse die Stadt eben geeignete Grundstücke erwerben, so eine Forderung aus der Mitte der Teilnehmer. Es wurde mehrfach betont, dass Wohnungen in kommunalem Eigentum allen Bürgerinnen und Bürgern gehören würden. Somit ist der städtische Wohnungsbau auch eine Frage der Demokratie: Entscheiden alle über die Kosten des Wohnens oder entscheiden die Investoren darüber? Auch eine stärkere Unterstütung von genossenschaftlichem Wohnungsbau wurde gefordert.

Das von Attac-Oldenburg initiierte Bündnis „Wohnen für alle“ wird mitlerweile von vielen Organisationen und Einzelpersonen aus der Zivilgesellschaft unsterstützt. Der Kreisverband der Linken-Kreisverband Oldenburg/Ammerland und die Gruppe Die Linke/Piraten im Oldenburger Stadtrat unterstützen das Bündnis aktiv. Weitere Treffen sind geplant, das nächste am 26. Juli, die Details werden noch bekanntgegeben. Alle sind herzlich eingelanden sich zu beteiligen.

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