Entwürdigende Praxis des Oldenburger Jobcenters gegenüber erwerbslosen Frauen stoppen!

In der Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Oldenburg am 25.04.2017 hat die Vertreterin der Arbeitslosenselbsthilfe ALSO gefordert, die Umstände zu klären, unter denen das Jobcenter die sogenannten  „Hausbesuche“ zur Überprüfung der Wohnverhältnisse bei Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen durchführen lässt. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob alleinstehende Frauen im Zuge solcher „Ermittlungen“ ausschließlich von männlichen Mitarbeitern des Jobcenters aufgesucht werden. Aus der Antwort des Jobcenters geht hervor, dass im Aussendienst des Oldenburger Jobcenters ausschließlich männliche Mitarbeiter beschäftigt sind.

Abgesehen davon, dass die Gruppe DIE LINKE/ Piraten solche „Hausbesuche“ als Schikane ansieht und grundsätzlich ablehnt, ist der jetzige Zustand untragbar. Es geht dabei nicht um Unterstellungen gegenüber den Mitarbeitern des Jobcenters. Entscheidend ist, dass alleistehende Frauen und alleinerziehende Mütter nicht einer einschüchternden Situation ausgesetzt werden dürfen, in der fremde Männer ihre Wohnungen „inspizieren“. Wir fordern daher, solche
„Hausbesuche“ bei alleinstehenden Frauen und alleinerziehenden Müttern auszusetzen, solange keine dafür ausgebildeten weiblichen Mitarbeiterinnen
eingestellt wurden.

Holger Onken, Pressesprecher DIE LINKE Oldenburg/ Ammerland