Drei Millionen sind zuviel.

Trotz knappem Haushalt hat die Gemeinde Rastede das Palais für rund 3,1 Millionen Euro gekauft. Ratsfrau Silke Köhler von der Linken stellt zur Sitzung des Gemeinderates im Dezember den Antrag, vom Kauf des Palais zurückzutreten und den Kaufpreis neu zu verhandeln.

„Der Kaufpreis von 3,1 Millionen Euro ist zu hoch“, sagt Köhler, „darum geht es mir.“ Die jährliche Rate von 155.000 Euro sei ein Erbe, das die Haushalte der nächsten 20 Jahre belasten solle, kritisiert sie. Ein Gutachten über Zustand und Wert der Immobilie Palais gebe es nicht. Mit konkurrierenden Kaufinteressenten sei nicht zu rechnen. Und schon jetzt seien Renovierungsarbeiten über mehrere hunderttausend Euro geplant, die den Haushalt weiter belasten werden.

Sieht den Kauf des Palais kritisch: Ratsfrau Silke Köhler

„Und“, meint Köhler, „Eigentum verpflichtet. Das Haus Oldenburg sollte ein Interesse daran haben, dass das kulturelle Erbe unserer Gemeinde erhalten bleibt. Rastede zahlt seit vielen Jahren Pacht für das Palais und hält es mit hohen Investitionen instand. Und wir haben eine hohe Summe für den Erhalt des Schlosses bezahlt. Dafür wurde praktisch keine Gegenleistung von Seiten des Hauses Oldenburg erbracht.“ Auch die Sanierung des Mausoleums in Oldenburg, erinnert Köhler, sei mit öffentlichen Mitteln gefördert worden.

„Der Kaufpreis für das Palais sollte deshalb symbolisch sein. Ich schlage eine jährliche Rate von 155.000 Euro bis zum Ende der laufenden Ratsperiode vor.“

Das Palais Rastede, bisher im Besitz des Hauses Oldenburg, wird von der Gemeinde Rastede für Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Hochzeiten genutzt. In einem Seitenhaus des Palais befindet sich das Gemeindearchiv.

Oldenburger Erinnerungsgang

Mit dem Erinnerungsgang wird seit 1981 der Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Oldenburgs gedacht, die durch die Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Anlass ist der Jahrestag der Pogromnacht, in deren Folge jüdische Männer unter den Augen der Oldenburger Bevölkerung von der Polizeikaserne zum Gerichtsgefängnis getrieben wurden. Der Erinnerungsgang findet am 10. November statt. Der Start ist um 15:00 Uhr im Innenhof der Landesbibliothek am Pferdemarkt. Die Linke in Oldenburg und im Ammerland ruft zur Beteiligung auf. Weitere Informationen finden sich unter:

Die LINKE diskutiert über Lösungsvorschläge zum angespannten Wohnungsmarkt

Sozialer Wohnungsbau war gestern?

Mangelnder Wohnraum und steigende Mieten sind in Oldenburg und in Teilen des Ammerlandes für viele zum Problem geworden. Wie sieht der richtige politische Weg für genügend bezahlbaren Wohnraum aus? Welche Lösungsansätze gibt es auf kommunaler Ebene? Was können die Landes- und Bundesebene beitragen?

Diese und weitere Fragen zum Thema wird Linken-Kreisverband mit Bürgerinnen und Bürgern diskutieren. Als Experten mit dabei sein werden Rainer Zietlow, Abteilungsleiter bei der Oldenburger Wohnungsbaugesellschaft GSG und Hans-Henning Adler Spitzenkandidat der Linken bei der niedersächsischen Landtagswahl 2018. Die Veranstaltung findet am Donnerstag 13. Juli ab 19:30 Uhr in Oldenburg im Linken-Kreisbüro in der Kaiserstraße 19 statt.

Grenzenlose Solidarität statt G20!

Der Kreisverband DIE LINKE Oldenburg-Ammerland unterstützt den Aufruf der Oldenburger Regionalgruppe von attac und anderen Initiativen und Gruppen, sich an der internationalen Großdemonstration gegen den G20-Gipfel in Hamburg am 8. Juli 2017 zu beteiligen. Wir hoffen auf eine eindrucksvolle Demo für Frieden und eine gerechte Weltordnung.

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Vertreter*innen der größten Industrienationen in Hamburg.  Sie wollen dort beraten, wie die bestehende Weltordnung gesichert und ausgebaut werden kann – eine Weltordnung,

  • die die mächtigsten Nationen immer mächtiger werden lässt und den Rest der Welt ins Abseits drängt,
  • die Großkonzernen und Banken märchenhafte Profit beschert und einem wach­senden Teil der Menschheit Verelendung und Hunger bringt,
  • die die unerschöpfliche Gier der transnationalen Unternehmen nach Rohstoffen und Energiequellen befriedigt und den Raubbau an den natürlichen Lebens­grundlagen der Menschheit vorantreibt. weiterlesen Grenzenlose Solidarität statt G20!