Solidarität mit den Streikenden im Einzelhandel

Am Samstag 17. Juni gab es einen Streik der Kolleginnen und Kollegen von H&M.
Sie streikten für 6% mehr Lohn, was 1 € pro Stunde bedeutet. Aktuell verdienen die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade einmal den Mindestlohn. Ein Skandal!

Die Bundestagskandidatin der Linken in Oldenburg-Ammerland hat die Streikenden besucht und sich solidarisch erklärt.

Hier ihre kurze „Ansprache“:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

erst einmal vielen Dank, dass ich heute kurz bei Euch sein darf.
Es ist mir wichtig Euch sagen, dass ich es wirklich toll finde, dass Ihr für Eure Rechte streikt.
Ich finde es schlicht beschämend, dass Euer Arbeitgeber, Hennes und Mauritz, Euch Mitarbeiter auf Grund der schlechten Bezahlung, der flexiblen, unsicheren und einfach schlechten Arbeitsverträgen praktisch
dazu zwingt zu streiken.
Eure Forderung nach 6 Prozent Gehalt ist nun wirklich alles andere als Unverschämt, wenn man sich die Unternehmensgewinne von H&M ansieht. Was ihr fordert ist Euer gutes Recht. H&M ist ein erfolgreiches
Unternehmen und diesen Erfolg habt Ihr erarbeitet! Es ist nur Recht und Billig, dass Ihr vernünftig entlohnt werdet. Das kann H&M sich leisten.Lasst Euch nicht anderes einreden! Unternehmen behaupten immer, dass das Geld nicht da wäre. Dass man konkurrenzfähig bleiben müsste. Das ist Quatsch! Die Gewinne schießen durch die Decke. Natürlich kann man Euch besser bezahlen, wenn man das will.
Ich sage euch, die H&M Bosse würden sich ganz schön umschauen, wenn sie für das Durchschnittsgehalt einer Verkäuferin hier im Laden schuften müssten. Die würden keine Woche mit dem Geld auskommen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen ihr seid mehr Wert! Unbefristete, gut tarifierte Arbeitsverträge sind das mindeste was euer Arbeitgeber euch bieten muss.
Euer Arbeitgeber sollte stolz darauf sein, dass er so tolle engagierte Beschäftigte hat. Die Ausbeutung muss aufhören und ich finde es toll, dass Ihr für Eure Rechte aufsteht! Ich bin der Meinung, dass man von guter Arbeit auch gut leben können muss und das am Ende etwas anderes rauskommen muss, als eine Armutsrente. Etwas ganz anderes!
Liebe Kollegen und Kolleginnen, lasst euch nicht unterbuttern nehmt eure Rechte war und seid euch Gewiss, die LINKE steht an eurer Seite und kämpft mit Euch für gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen.
Und ein letzten Satz, dazu das H&M immer mehr zu einem Union Buster wird und versucht aktive Betriebsräte auf üble Art und Weise loszuwerden. Meine Antwort darauf ist: steht zusammen, haltet die Reihen geschlossen. Solidarität ist das stärkste Instrument!

Kommentare sind abgeschaltet.