Resolution zu den Vorkommnissen im syrischen Afrin

Der Linke Kreistagsabgeordnete im Ammerland, Edgar Autenrieb, fordert den Kreistag auf, eine gemeinsame Resolution zum Vorgehen der türkischen Armee im nordsyrischen Afrin zu verabschieden. Die ungeheuerlichen Vorgänge dort dürfen nicht widerspruchslos hingenommen werden:

Resolution:

An Herrn Landrat Bensberg                                                                                 Frau Kreistagsvorsitzende Freia Taeger                                                                 und den Kreistag des Ammerlandes

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich diese gemeinsame Resolution zu den Vorkommnissen im syrischen Afrin und der Vorgehensweise des türkischen Staates zu verabschieden: Wir ächten den Einmarsch türkischer Truppen in die kurdischen Gebiete Syriens. Wir fordern die türkische Regierung zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen und Rückgabe der völkerrechtswidrig eroberten Gebiete auf.
Hintergrund: Bei uns im Ammerland leben viele Menschen kurdischer Herkunft. Auch wenn wir als Kreis nicht in der Lage sind, direkten Einfluss auf die Geschehnisse zu nehmen, sollten wir uns menschlich zeigen und uns unseren Mitbürgern kurdischer Herkunft solidarisch erweisen. Auch und ganz besonders war es die kurdische Bevölkerung Syriens, die unsere westlichen Werte gegen die Mörderbanden des IS verteidigte. Werte wie beispielsweise Gleichberechtigung der Geschlechter und Toleranz zwischen den Glaubensgemeinschaften.
Ausgerechnet diese Menschen sehen sich nun einem unfassbar brutalen Angriffskrieg mit all seinen Gräueln ausgesetzt, werden von ihren ‚befreundeten‘ westlichen Mächten allein gelassen und erfahren keinerlei Unterstützung.
Eine moralische Unterstützung könnten ihre Angehörigen hierzulande durch uns erfahren. Das wäre das Mindeste, was wir für sie tun können.
Darüber hinaus bitte ich die Mitglieder aller Fraktionen darum, in ihren Parteien bundesweit darauf zu drängen, dass der türkische Ministerpräsident zum Einhalt der Aggressionen und Rückgabe der widerrechtlich angeeigneten Gebiete aufgefordert wird.
In tiefer Trauer um die vielen unschuldigen Opfer,

Edgar Autenrieb

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