Gegen das Insektensterben

Die Gruppe ÖDP/Die Linke im Bad Zwischenahner Gemeinderat wendet sich mit zwei Anträgen gegen das Insektensterben. Es gilt überall zu handeln, wo es möglich ist. Auch kleine Schritte gegen das Insektensterben haben eine Wirkung. Hier geht es darum, dem Unwesen der „Schottergärten“ entgegenzuwirken. Insekten brauchen grüne Gärten und keine künstlichen Steinwüsten.

Auf der folgenden Seite finden Sie die Anträge zum Nachlesen.

Für Weidetierhaltung, Artenvielfalt und eine grundlegend andere Agrarpolitik

René Schönwälder, Ratsmitglied der Linken in Wiefelstede, Mitglied im Kreisvorstand der Linken Oldenburg/Ammerland sowie der LAG Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz der niedersächsischen Linken, nahm als Vertretung für DIE LINKE. an der Podiumsdiskussion am 13.03.2019 in Westerstede zum Thema Weidetierhaltung teil.

Eingeladen hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (Abl) und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

René Schönwälder, Ratsherr für Die Linke in Wiefelstede

Schönwälder forderte unter anderem eine grundsätzlich andere Agrarpolitik und fairen Wettbewerb in der Landwirtschaft. Er bemängelte, dass aktuell schon Gelder anders verteilt, und somit der Weidetierhaltung zugute kommen könnten. Weiter forderte er unbürokratisch Gelder für den Schutz von Weidetieren zu zahlen.
Schönwälder sieht das Europaparlament in der Verantwortung die gemeinsame Agrarpolitik anders zu strukturieren. Zudem ist davon wegzukommen, die Subventionen nur an der Fläche der Betriebe festzumachen, die Gelder sollen hingegen nach sozialen und ökologischen Kriterien ausgezahlt werden. Auch Bund und Länder sieht Schönwälder in der Pflicht. Im Land, im Bund und im Europaparlament sind die Christdemokraten in den Mehrheitsgruppen, sie reden aber immer nur von „könnte“, „müsste“, „sollte“. Wir als DIE LINKE. fordern Schluss damit und erwarten konkrete Ergebnisse.

Politischer Druck zahlt sich aus

Die Ratsgruppe DIE LINKE/ÖDP im Bad Zwischenahner Gemeinderat hatte im Oktober 2018 beantragt, die Verwaltung möge landwirtschaftlich genutzte Flächen, die an das Zwischenahner Meer angrenzen prüfen, um sie zu renaturieren oder anderweitig von der Belastung durch Gülleeinträge zu entlasten (der Antrag findet sich am Ende dieses Beitrages).

Die Forderung zeigte im zuständigen Ausschuss für „Planung, Entwicklung und Umwelt“ nun Wirkung.


Vorstitzender der Gruppe ÖDP/Die Linke im Zwischenahner Rat: Edgar Autenrieb (Die Linke)

Auch unter den Mitgliedern der anderen Fraktionen im Rat fand der Antrag Zustimmung.

Die Gemeindeverwaltung nimmt nun weitere Gespräche mit den Eigentümern der genannten Flächen auf, um sie aus der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung herausnehmen zu können.

Eine Umwandlung dieser Ackerflächen in Grünland oder in einen naturnahen Zustand als Ausgleichsflächen, würde einen ersten Schritt in Richtung Entlastung des Zwischenahner Meeres von überschüssigen Nährstoffeinträgen bedeuten.

Nachdem noch vor wenigen Jahren die Presse verlauten ließ, eine Sanierung wäre nicht möglich, hatte die im letzten Jahr vorgestellte „Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Zwischenahner Meeres“ deutlich das Gegenteil aufgezeigt.

Nach Ansicht unseres Genossen Edgar sollte die Gemeinde in Vorbildfunktion agieren, damit auch dem Land Niedersachsen, als Eigentümer des Sees, der Ernsthaftigkeit unseres Anliegens bewusst wird und es seinerseits endlich mit entsprechenden Maßnahmen beginnt.

https://www.nwzonline.de/ammerland/wirtschaft/bad-zwischenahn-blaualgen-in-bad-zwischenahn-diskussion-ueber-felder-am-see_a_50,3,3707935646.html

https://www.nwzonline.de/ammerland/wirtschaft/bad-zwischenahn-zwischenahner-meer-kleine-schritte-zur-see-sanierung_a_50,3,3812261473.html