Heike Boldt
Gewerkschafterin, 44 Jahre
In der bisherigen politischen Aufstellung fehlen mir viele Perspektiven und Themen. Ich bin überzeugt: Oldenburg kann das besser. Ich trete als Gewerkschafterin an, die die Arbeitsbedingungen der Menschen in dieser Stadt in den Blick nimmt – egal ob im Klinikum, in den Kitas, der Verwaltung oder den Betrieben. Mir sind aber auch die Menschen wichtig, die nicht zur weißen Mehrheitsgesellschaft gehören oder sich das schöne Leben in Oldenburg nicht leisten können. Ich möchte die Vielfalt dieser Stadt blühen sehen!
Seit 2014 arbeite und wohne ich in Oldenburg, mit einer zweijährigen Unterbrechung, die mich ins Ammerland führte. In dieser Zeit habe ich die Stadt Oldenburg als Arbeitgeberin kennengelernt und erste kommunalpolitische Erfahrungen im Jugendhilfeausschuss des Rates und aktuell im Betriebsausschuss eines Eigenbetriebs gesammelt. Ich weiß daher aus Erfahrung: Sei es bei den Themen Miete, Bildung oder Gesundheit, es gibt noch viel Luft nach oben in der Oldenburger Sozialpolitik. In Oldenburg müssen alle mitgedacht werden und es müssen spürbare Verbesserungen bei den Menschen ankommen. Das bedeutet für mich radikale Sozialpolitik.
Ich hatte bereits mehrere leitende Ämter innerhalb der Partei und der Rosa-Luxemburg-Stiftung inne, verstehe mich aber auch als Aktivistin. Hier bringe ich meine Erfahrung aus den ersten Demos und Flashmobs der Seebrücke Oldenburg ein. Wir haben damals die Stadt Oldenburg davon überzeugen können, dass Oldenburg ein sicherer Hafen wird. Leider blieb diese wichtige Forderung aus meiner Sicht nur Symbolpolitik und ohne Handlung, was ich heute mit Blick auf die Bezahlkarte, Kürzungen bei Sprachkursen und Polizeigewalt scharf kritisiere.
Ich trete mit einem klaren feministischen, antirassistischen und antifaschistischen Profil an. Den Wahlkampf verstehe ich dabei als gemeinsamen Lernmoment für meine Partei, die sich seit der Bundestagswahl 2025 und durch die Abspaltung des BSW in Oldenburg in der Mitgliederzahl mehr als versechsfacht hat. Mein Ziel ist es, im Wahlkampf und darüber hinaus möglichst viele neue Mitglieder einzubinden und an die Kommunalpolitik heranzuführen. Der Kreisvorstand unterstützt mich bei diesem Vorhaben und freut sich gemeinsam mit mir auf die Begegnungen mit den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf.
Zu meinem Hintergrund: Ich wurde 1981 in Ostberlin geboren, ging in Braunschweig zur Schule und machte eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin in Göttingen. Dort habe ich anschließend Politikwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialpsychologie sowie Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Öffentliches Recht studiert. Politisch aktiv bin ich seit 2002, erst bei den Jusos, dann in der ver.di Jugend. In Die Linke bin ich 2010 eingetreten und war direkt bis 2014 im Landesvorstand aktiv. Während der großen Flüchtlingsbewegung 2015 habe ich mich bei der Seebrücke Oldenburg engagiert und diese mit aufgebaut. Später war ich im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen aktiv, unter anderem als Vorsitzende. Zuletzt war ich im Kreisvorstand Oldenburg/Ammerland tätig und konzentriere mich nun voll auf die Kommunalpolitik für Oldenburg.

